Die EU fördert wichtige Projekte der Landwirtschaft, die den Fortbestand wichtiger Ressourcen sichert.
Triebsterben

In den Medien wurde bereits im Sommer 2018 über das Sterben des Föhrenwaldes berichtet. Bei einem damaligen Lokalaugenschein waren Vertreter von Stadt und Land, Behörden, Instituten und der LEADER-Region NÖ-Süd zur Befunderhebung am bedrohten Föhrenwald vorort.

Nun liegen die Ergebnisse der EU-geförderten Studien und Projekte zur Rettung des Waldes vor:


Die Empfehlungen gehen, kurz gefasst, in Richtung „weg von der Monokultur, hin zur standortgerechten Laub- und Mischwäldern“, sowie zu einer „verpflichtenden Waldhygiene“ durch die jeweiligen Waldbesitzer.

Bei der Endpräsentation des Projektes im November 2018 in Pernitz fanden sich Behördenvertreter von Bund, Land und BH, Interessensvertreter wie der Bezirksbauerkammer, Gemeindevertreter, der WWG Piestingtal und Furt sowie Waldbesitzer ein, um auf neuestem Stand zu sein.

Von regionalen EU-geförderten Projekten nahmen Martin Rohl, GF der LEADER Region NÖ-SÜD, Anette Schawerda, GF LEADER-Regionsbüro Triestingtal und Gerhard Kogler, Obmann der KEAföhrenen, an der Informationsveranstaltung teil.

  • BOKU-Wissenschafter Erhard Halmschlager wies auf die Ursachen des Triebsterbens durch den Pilz diplodia sapinea und seine Vermehrung hin und informierte über die Klassifikation schadhafter Bäume und etwaige waldhygienische Maßnahmen.
  • Jan Peter George vom Bundesforschungsinstitut für Wald erklärte die unterschiedliche Genetik der Schwarzföhrenbestände und wie diese Erkenntnisse mit der Forstpathologie bzw. Waldhygiene zusammenpassen.
  • Eduard Hochpichler, Wissenscharter an der BOKU, stellte die waldwirtschaftlichen Handlungsempfehlungen auf Grund der Ergebnisse der Forschungen vor.

Martin RohlLEADER NÖ-SÜD Projektleiter Martin Rohl: „Diese Empfehlungen werden künftig von der Bezirksbauernkammer und Forstinspektoren der BH an die Waldbesitzer weitergegeben. Dazu wird es Info-Veranstaltungen in den Gemeinden geben, sowie eine Broschüre und eine Website, möglicherweise wir ein Folgeprojekt festgesetzt, um noch mehr Waldbesitzer zu erreichen.“

Die Schwarzföhre prägt die Region Triesting- und Piestingtal und weit darüber hinaus. Gemeinsam wird im Zuge eines LEADER Projektes versucht, das Potenzial dieses einmaligen Baumes besser zu vermarkten. Die Harzgewinnung aus der Schwarzföhre ist einzigartig in Mitteleuropa. Seit kurzem ist die Pecherei auch als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO ausgezeichnet.

„Die KEAföhrenen, Verein Freunde der Schwarzföhre und der Pecherei“ bemühen sich, dieses Kulturerbe weiter zu pflegen und den Fortbestand dieses traditionellen Handwerks und der Schwarzföhre zu sichern.


 

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