Eine Gruppe des internationalen Forschungsprojekts ENESUS besichtigte im Rahmen einer Exkursion in den Wienerwald das Pechermuseum und den Pecherlehrpfad in Hernstein. Mit dabei waren Teilnehmer von den Universitäten in Innsbruck, Wien und São Paulo, sowie Vertreter der Biosphären Reservats Managements Biosphärenpark Wienerwald, Brighton & Lewes Downs Biosphere Partnership und Reserva Mundial de la Biosfera La Palma.

Die Teilnehmer von ENESUS bei der Vinzenzkapelle in Hernstein

Der Kontakt wurde schon im Oktober in Markt Piesting hergestellt, anlässlich der Eröffnung des Themenweges „WEG DES HARZES“.

Nils Unthan, der am internationalen Projekt ENESUS am Institut für Geographie der Universität Innsbruck mitarbeitet, informierte sich schon damals eingehend über das traditionelle Handwerk der Pecherei und die Aktivitäten der KEAföhrenen.

Schon bei seinem ersten Besuch in der Pecherregion Piesting- und Triestingtal war Nils Unthan von den Initiativen zur Wiederbelebung der Pecherei beeindruckt.

Grund genug, das internationale Team bei seiner Exkursion in den Wienerwald auch zu den KEAföhrenen und in das sehenswerte Pechermuseum Hernstein zu bringen. Dort konnten sich die äußerst interessierten Teilnehmer nach einem herzlichen Empfang durch den Museumsleiter Johann Leitner und KEAföhrenen-Obmann Gerhard Kogler bei einer Filmvorführung über die Arbeit der Pecher informieren.

Nach dieser Einführung wurde der Pecherpfad bei herrlicher Wintersonne und eisigen Temperaturen besichtigt. Am Pfad durch den Föhrenwald - vorbei an der Vinzenzkapelle – erhielten die interessierten Teilnehmer auch viele Hintergrundinformationen und konnten Gemeinsamkeiten mit ähnlichen traditionellen Handwerken in Brasilien (Kautschuk) und Spanien (Harz) erkennen.

Die ForscherInnen waren begeistert: Die KEAföhrenen haben mit dem von der EU, Land und Gemeinden geförderten Projekt Schwarzföhre die Pecherei mit den vielfältigen alten und neuen Harz- und Föhren-Produkten wiederbelebt und pflegen das traditionelle Handwerk der Pecherei, das  von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt wurde, mit großem Erfolg.

Natürlich wurde auch das aktuelle Problem und die Auswirkungen des Kieferntriebsterbens ausführlich erörtert und was Waldbesitzer gegen die Ausbreitung unternehmen können.

„Wir freuen uns natürlich, dass die KEAföhrenen auch über die Grenzen hinweg Beachtung finden und der Trend zu Naturprodukten auch bereits zu internationaler Nachfrage und großem Interesse im In- und Ausland führt“, sagt Gerhard Kogler, der Obmann der KEAföhrenen „und das bestärkt uns auch bei unseren Bemühungen, die Pecherei und unsere schönen Kiefernwälder in der Region zu erhalten“. 


 

 

 

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