Hernstein und die Schwarzföhre

Die Lage inmitten des Schwarzföhrenwaldes macht Hernstein seit jeher zum Zentrum der Harzgewinnung und –verarbeitung.
Funde an den Randgebieten unserer Wälder datieren auf die Jungsteinzeit und legen ein erstes Zeugnis für die Besiedlung unserer Gegend ab. Aus der Bronzezeit stammend, wurden in Kleinfeld Kohlenreste von der Schwarzföhre gefunden. Ein Beweis dafür, dass dieser Baum auch damals schon bei uns heimisch war und bewirtschaftet wurde.

Für Generationen von Waldbesitzern und Pechern bedeutete die Schwarzföhre durch die Harzgewinnung und –verarbeitung die Sicherung ihrer Lebensgrundlage. Selbst in unserer jüngsten Vergangenheit waren von der Harzgewinnung ganze Industriezweige abhängig. Anfang der 1970er Jahre kam dann das endgültige „Aus“ für die Pecherei, die bis heute nur mehr in Hernstein überlebt hat.

Um diesen damals so wichtigen Berufstand der sehr viele unserer Eltern und Großeltern in der Gemeinde Hernstein ernährte, nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen wurde 1989 erstmalig das Pechermuseum eröffnet und 2013 nach den neuesten Richtlinien der Museumspädagogik adaptiert.

Allgemeines:

Das Gemeindegebiet der Marktgemeinde erstreckt sich zwischen dem Triesting- und dem Piestingtal. Die 7 Ortsteile, Hernstein, Aigen, Alkersdorf, Neusiedl, Grillenberg, Kleinfeld und Pöllau, liegen im größten zusammenhängenden Schwarzföhrengebiet Mitteleuropas. Eine moderne Gedenkstätte, die Vinzenzkapelle, erinnert an den Beruf des Pechers, den früher viele Bürger der Gemeinde ausgeübt haben.

Mehr als 1.700 Einwohner leben in der Marktgemeinde. Da nur einige wenige Betriebe angesiedelt sind, finden die meisten Bürger und Bürgerinnen den Arbeitsplatz auswärts.

Im Naherholungsbereich von Wien gelegen (35 km), garantieren 46 km² Gemeindegebiet, davon ca. 80 % Wald, für ideale Erholung und Entspannung in der freien Natur. Sportanlagen, Gasthäuser, Heurigenbetriebe, Veranstaltungen, Kultur- und Gedenkstätten bieten ein weitreichendes Angebot.

Mit Unterstützung von Land und Europäischer Union
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Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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Wissenwertes

Vorkommen

Die Schwarzföhre wächst in den Mittelmeerländern Südeuropas, Kleinasiens und des westlichen Nordafrikas und kommt auch in Teilen Österreichs vor.

Unterscheidung

Man kann die Art anhand der schwarz gefärbten, verdeckten Teile der Zapfenschuppen leicht von anderen südeuropäischen Kiefernarten unterscheiden.

Verwendung

Wegen ihres hohen Harzgehaltes spielte sie eine wichtige Rolle in der Pecherei. Das Holz wird vielfach genutzt und, da es nicht knarrt, unter anderem zu Bühnenböden verarbeitet.

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