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Standortsansprüche

Als konkurrenzschwache Lichtbaumart, wenn auch zumindest in der Jugend weniger lichtbedürftig als die Rotföhre (Halblichtbaumart), kann sich die Schwarzföhre nachhaltig nur an Standorten behaupten, wo sie von anspruchsvolleren Arten, besonders Laubbäumen, nicht verdrängt werden kann.
Das ist außerhalb des eigentlichen mediterran-montanen Areals, so auf der Balkanhalbinsel und auch am Alpenostrand und in Slowenien, vor allem über Dolomit, dem klassischen Reliktsubstrat mit seinem grusigen Zerfall und ungünstigen Chemismus (Magnesiumreichtum) der Fall oder sehr reinen Kalken und hier besonders auf steilen Oberhängen, Rücken und im felsigen Gelände mit flachgründigen bis spaltengründigen Böden von Moder- bis zu Mullartigen Rendzinen. Ferner werden Kalk- und Serpentinböden in vergleichbarer Lage besiedelt, nur in den mediterran-montanen Teilarealen auch Silikatstandorte.
Am besten gedeiht die Schwarzföhre aber wie alle Baumarten auf tiefgründigen, frischen, lehmigen Böden und kann sich auch, wenn Konkurrenz fehlt, als Pionierart vorübergehend dort etablieren. Voraussetzung für das Ankommen der Verjüngung ist offener Boden, am besten nach Brand, der die Krautschicht und einen Teil der Humusauflage vernichtet hat (Brandkeimer).
Bei der Schwarzföhre ist der Wasserfaktor, nicht Kalk- oder Nährelementmangel, der begrenzende Faktor für ihre Wuchsleistung.

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