Das Vorkommen der Schwarzföhre in Österreich ist etwas Besonderes. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass sie hier die letzte Eiszeit überdauert hat. Später konnte sie sich an bestimmten Standorten ohne Konkurrenz anderer Baumarten bis heute halten.

Die ältesten Schwarzföhren sind mindestens 800 Jahre alt, und es ist leicht möglich, dass es einzelne Bäume gibt, die älter als 1.000 Jahre sind.

Die Schwarzföhre prägt wie kein anderer Baum den Alpenostrand. Aber sie prägt nicht nur die Landschaft, sie prägte eine Region und vor allem die Menschen. Für Generationen von Waldbesitzern und Pechern bedeutete dieser Baum durch die Harzgewinnung und -verarbeitung die Sicherung ihrer Lebensgrundlage.

Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts kam das „Aus“ für die Pecherei, die bis heute in einer kleinen Variante in Hernstein, Bezirk Baden, überlebt hat. Seither verlor diese Baumart an Bedeutung und geriet in Vergessenheit. Vielen Menschen ist nicht mehr bewusst, wie sehr sie zur Entwicklung dieser Region beigetragen hat.

Die Schwarzföhre wurde 1785 erstmals botanisch richtig in Österreich beschrieben. 1831 erschien von HÖSS eine umfassende botanische und forstliche Beschreibung. 50 Jahre später - 1881 - wies SECKENDORFF erneut in seiner Beurteilung auf die Bedeutung der Schwarzföhre hin.

Wir haben uns bemüht, aus allen Wissensbereichen die aktuellen Informationen zusammenzutragen und entsprechend aufzuarbeiten. Teile dieser Informationen sind auf dieser Website enthalten, alle Informationen liegen nunmehr umfassend in Buchform vor.

Wir bevorzugen den ursprünglichen Gattungsnamen „Föhre“, der im süddeutsch-österreichischen Raum in verschiedenen Variationen (Fohre, Forche, Forle) volkstümlich ist, gegenüber dem Büchernamen „Kiefer“, daher gilt: Schwarzföhre = Schwarzkiefer = schwarze ferent = ….

Die Autoren

Wissenwertes

Vorkommen

Die Schwarzföhre wächst in den Mittelmeerländern Südeuropas, Kleinasiens und des westlichen Nordafrikas und kommt auch in Teilen Österreichs vor.

Unterscheidung

Man kann die Art anhand der schwarz gefärbten, verdeckten Teile der Zapfenschuppen leicht von anderen südeuropäischen Kiefernarten unterscheiden.

Verwendung

Wegen ihres hohen Harzgehaltes spielte sie eine wichtige Rolle in der Pecherei. Das Holz wird vielfach genutzt und, da es nicht knarrt, unter anderem zu Bühnenböden verarbeitet.