Mit dem traditionellen Pecherhahn am Nationalfeiertag am 26.10. ging das diesjährige Jubiläumsjahr anlässlich des 20-Jahr-Bestandes des weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannten Pecherpfades Hölles zu Ende.

Die Initiatorengruppe hat den alten Brauch des Pecherhahns, den es seit den 1950er Jahren nicht mehr gab, vor vielen Jahren wieder eingeführt. Dabei zeigte Pecher Gerhold Wöhrer den zahlreichen Besucher die letzte Harzernte des Jahres, das Pechscherrn an den Föhrenstämmen.

Projektkoordinator Ernst Schagl  erklärte die Verwendung und Wirkungsweise des Scharrharzes und dankte Vzbgm. Leopold Schagl sowie den Mitarbeitern der Gruppe für ihr überaus großes Engagement und auch den Helfern und Hauptsponsoren des großen Pecherfestes  anlässlich des 1. NÖ. Museumstages im vergangenen Mai, zu dem ganztägig 430 Gäste kamen. Dabei  gab es das 1. Pechertreffen der letzten noch lebenden echten Pecher aus der gesamten Region. Weiters wurde das 1. Pecherbrot präsentiert wie auch die 1. Pechseife.

"Wir haben bisher 218 kostenlose Erlebnis-Schauvorführungen für Gruppen, darunter viele Schulklassen, durchgeführt“, zieht Ernst Schagl erfreuliche Bilanz und freut sich, "dass wir in diesen zwei Jahrzehnten zahlreiche Diplomarbeiten und Dissertationen an in- und ausländischen Universitäten (z.B. Zürich, Lyon u.a.) unterstützen durften". Zur Eröffnungs-Schauvorführung zu Saisonbeginn Anfang Mai kamen mehr als 100 Besucher.

Durch die überregionale Berichterstattung im Jubiläumsjahr in den verschiedensten Medien (z.B. ORF „Land und Leute“ und NÖ-Sommertour) gibt es nicht nur hierzulande, sondern auch im angrenzenden Ausland bereits mehrere Führungsanmeldungen (z.B. Gewerkschaft der Privatangestellten, Österr. Naturfreunde, Oldtimerrally) für 2017.  „Durch die vielen Reisegruppen profitiert auch unsere örtliche Gastronomie, da fast alle einen Heurigenbetrieb besuchen“, sagt Pecher Gerhold Wöhrer.

Der Pecherhahn endet, so wie bei den Pecher-Vorfahren, mit Speis und Trank beim örtlichen Heurigen.

Fotoinfo: Auch Hauptsponsor, Autohausbesitzer KR Toni Ebner (Bildmitte mit schwarzem Mantel), der aus einer Pecherfamilie stammt, kam trotz mehrerer Einladungen an diesem Tag nach Hölles zum Pecherhahn. Ganz rechts Pecher Gerhold Wöhrer.

Foto: Pecherpfad Hölles (zVG).

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Wissenwertes

Vorkommen

Die Schwarzföhre wächst in den Mittelmeerländern Südeuropas, Kleinasiens und des westlichen Nordafrikas und kommt auch in Teilen Österreichs vor.

Unterscheidung

Man kann die Art anhand der schwarz gefärbten, verdeckten Teile der Zapfenschuppen leicht von anderen südeuropäischen Kiefernarten unterscheiden.

Verwendung

Wegen ihres hohen Harzgehaltes spielte sie eine wichtige Rolle in der Pecherei. Das Holz wird vielfach genutzt und, da es nicht knarrt, unter anderem zu Bühnenböden verarbeitet.