Rund 400 Besucher kamen bei Kaiserwetter zum 20-Jahr-Jubiläum des Hölleser Pecherprojektes, darunter 18 der letzten 30 noch lebenden ehemaligen Pecher mit Ex-Wirtschaftsminister Dr. Hannes Fahrtleiter (77) an der Spitze, die alle noch bis zum Ende der Pecherei als Gewerbe Anfang der 1970er Jahre dem schweren Handwerk nachgegangen sind.


Sowohl Bezirkshauptmann Wirk.Hofrat Mag. Ernst Anzeletti und LAbg. Franz Rennhofer dankten den Gründern für ihr überdurchschnittlich großes Engagement für den Erhalt des Pecherhandwerkes, dass hier originalgetreu wie anno dazumal betrieben wird.
Zahlreiche Attraktionen wie die Präsentation des 1. Pecherbrotes (Fa. Dworzak/Hirtenberg), der 1. Pechseife (Fa. Schroll/Sollenau) und des 1. Röhrenbettes (Fa. Holz-Priestersberger/Wr.Neustadt), ein Bockerl- und Föhrenspäneschätzspiel sowie ein Walderlebnis-Kinderprogramm mit Bockerl-Eulenbasteln und Waldmedaillen sowie waldpädogische Führungen, wo die Kinder echte (ausgestopfte) Wildtiere entdecken konnten, rundeten das ganztägige Festprogramm mit uriger steirischer Volksmusik ab.
Zur Verkostung gab es neben selbstgemachte Grill-Pecherwürstel auch Röhrenschnaps und Pechbalsam. Bei der Maiandacht wurde für die Pecherkapelle eine Friedensmadonna, gespendet von AmtsDir.i.R. Reg.Rat Theo Seichter, gesegnet, die nun einen Ehrenplatz in der Pecherkapelle bekommen wird.

Älteste Pecher, die auch die Pecherglocke beim Totengedenken für die rund 5000 verstorbenen Pecher der Region läuteten, waren Johann Kinker (93 Jahre) aus Wöllersdorf und Stefan Grund (87) aus Matzendorf. Mehrere Altpecher bearbeiteten auch wie anno dazumal beim Schaupechen mit Becher Gerhold Wahrer mehrere Pechbäume.

Pecher Produkte

Produzent: Bernhard Kaiser

Am 21. und 22. April 2017, neben den Basisarbeiten des Pechens und Erklärung der Werkzeuge wird auch auch die Fertigung einer eigenen Pecherleiter gezeigt.

Waidmannsfeld 35, 2761, Waidmannsfeld, Austria

Mobil: 0664 781 56 57

Zum Produkt

Wissenwertes

Vorkommen

Die Schwarzföhre wächst in den Mittelmeerländern Südeuropas, Kleinasiens und des westlichen Nordafrikas und kommt auch in Teilen Österreichs vor.

Unterscheidung

Man kann die Art anhand der schwarz gefärbten, verdeckten Teile der Zapfenschuppen leicht von anderen südeuropäischen Kiefernarten unterscheiden.

Verwendung

Wegen ihres hohen Harzgehaltes spielte sie eine wichtige Rolle in der Pecherei. Das Holz wird vielfach genutzt und, da es nicht knarrt, unter anderem zu Bühnenböden verarbeitet.