2013 ist das „Pechölbrennen“ in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen worden. Dies war für die KEAföhrenen Grund genug, beim Elzer Dorffest am 3.9. der Elzer Dorfgemeinschaft einen Besuch abzustatten.

„Seit ich vor vielen Jahren von der Tradition des Pechölbrennens in Elz gehört hatte, war es mir ein großes Anliegen, einmal in meinem Leben hierher zu kommen“ eröffnete Ernst Schagl vom Pecherpfad Hölles seine Begrüßung. Nach einem regen Informationsaustausch mit dem Obmann der Elzer Dorfgemeinschaft und Gastgeber Hermann Sandner beim Frühschoppen, fuhr der Pechöl-Express zum nahegelegenen Pechölstein, bei dem die Pechölmeister Friedrich Hackl und Christian Leitner über die traditionsreiche Gewinnung des Pechöls erzählten. Im Anschluss pechte einer der letzten aktiven Pecher aus Waidmannsfeld im Beisein interessierter Besucherinnen und Besucher eine nahegelegene Weißföhre an.

Mit dem traditionellen Pecherhahn am Nationalfeiertag am 26.10. ging das diesjährige Jubiläumsjahr anlässlich des 20-Jahr-Bestandes des weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannten Pecherpfades Hölles zu Ende.

Die Initiatorengruppe hat den alten Brauch des Pecherhahns, den es seit den 1950er Jahren nicht mehr gab, vor vielen Jahren wieder eingeführt. Dabei zeigte Pecher Gerhold Wöhrer den zahlreichen Besucher die letzte Harzernte des Jahres, das Pechscherrn an den Föhrenstämmen.

Die KEAföhrenen - dies ist ein Zusammenschluss von Betrieben, Institutionen, Gemeinden und interessierten Personen rund um das Thema Schwarzföhre. Gemeinsam bieten sie eine bunte Mischung aus Produkten, Aktivitäten und Informationen zum Thema und wollen das mit der Pecherei verbundene Kulturgut der Öffentlichkeit näherbringen. Vergangenen Juni gründeten sie den Verein "Die KEAföhrenen", der im Interview mit RadioSOL im Mittelpunkt steht.

Im Studio erzählen Anette Schawerda (LEADER Managerin Region Triestingtal), Gerhard Kogler (Obmann "Die KEAföhrenen"), Herbert Kohlross (Obmann-Stv. "Die KEAföhrenen" und Forstwirt) und Johannes Kühmayer (KEAföhrener Betrieb) im Interview mit RadioSOL-Chef Gerhard Pellegrini über das LEADER geförderte Kooperationsprojekt, die Vereinsgründung, die Betriebe und deren Produkte.

Der PECHER FOTOKUNST-KALENDER zeigt außergewöhnliche Bilder aus den Kiefernwäldern um Markt Piesting. Kunstvolle Aufnahmen von Keaföhren, die wirklich einzigartig sind und die Pechbäume in ganz neuem Licht erscheinen lassen:

„Zum Großteil sind das Aufnahmen von sogenannten 'Lachten', das sind die zur Harzgewinnung abgeschabten Flächen an den Keaföhren, die bei genauer Betrachtung oft unglaubliche Farben und Texturen zeigen“ erzählt Gerhard Kogler, der Fotokünstler aus Markt Piesting.

Am 5.7. gründeten die Mitglieder des LEADER geförderten Projektes "Schwarzföhre 2.0 - Die KEAföhrenen" im Zuge eines Produkt- und Angebotsentwicklungsworkshops in der Forstverwaltung Klein-Mariazell den Verein "Die KEAföhrenen - Verein Freunde der Schwarzföhre und Pecherei". Der gemeinnützige Verein will den Erhalt und den Ausbau der Aktivitäten rund um die Bewirtschaftung und Nutzung der Schwarzföhre und der damit verbundenen Pecherei fördern. "Damit haben wir die Möglichkeit, in Zukunft eigenständig Maßnahmen zur Bewahrung und Weitergabe des Immateriellen UNESCO-Kulturerbes der Pecherei in NÖ und der damit verbundenen Bräuche und Traditionen zu setzen", freut sich der frischgebackene Obmann Gerhard Kogler.

Nach dem tollen Erfolg des 20-Jahr-Jubiläums des Pecherprojektes Hölles am 22. Mai 2016 mit rund 400 Besucherinnen und Besuchern wurde das Kulturerbeprojekt nun gleich 2x für eine ORF-Berichterstattung ausgewählt, da am Festtag wegen der Bundespräsidenten-Wahl kein Kamerateam kommen konnte.

Am 19. Juni sprach Johannes Kühmayer, KEAföhrener Betrieb seit der 1. Stunde, über seinen Betrieb, seine Philosophie, seine Erfahrung mit anderen Wäldern und über das Projekt "Die KEAföhrene". Johannes Kühmayer - Forstwirt live auf Radio SOL 95,5 + 105,1 sowie www.radioSOL.at.

Hier ist der Beitrag zu hören: Johannes Kühmayer auf RadioSOL

Rund 400 Besucher kamen bei Kaiserwetter zum 20-Jahr-Jubiläum des Hölleser Pecherprojektes, darunter 18 der letzten 30 noch lebenden ehemaligen Pecher mit Ex-Wirtschaftsminister Dr. Hannes Fahrtleiter (77) an der Spitze, die alle noch bis zum Ende der Pecherei als Gewerbe Anfang der 1970er Jahre dem schweren Handwerk nachgegangen sind.

Das Piestinger Sonnwendfeuer am 24. Juni erfreut sich schon seit Jahren großer Beliebtheit. Mit dem sommerwarmen Abendwetter war der Besucherstrom in diesem Jahr besonders groß. Die vielen Gäste waren bei bester Laune. Natürlich gab es aufgrund der hohen Temperaturen Originale Pecherspritzer.

Zur Saisoneröffnungs-Schauvorführung am 5.5. anlässlich des 20-Jahr-Bestandes des Hölleser Pecherprojektes kamen 104 Gäste nicht nur aus der gesamten Thermenregion, sondern auch aus dem Wein- und Waldviertel.

Wie eine Insel der Erholung liegt der Naturpark Hohe Wand im südlichen NÖ und grüßt seine Besucherinnen und Besucher mit beeindruckenden Felswänden. Auf diesem Hochplateau, ein paar Gehminuten vom Naturpark-Zentrum entfernt, pechte Robert Rendl am 18. Juni den bisher höchst-gelegenen Schaubaum unter Beisein von ca. 30 Interessierten an. Robert Rendl nahm die interessierte Gruppe mit auf eine Zeitreise des alten Handwerks und erklärte Interessantes und Wissenswertes über die Pecherei in unserem Gebiet und gab einen kleinen Einblick in die mühevolle Gewinnung dieses Naturprodukts. Im nahliegenden Naturpark-Zentrums-Shop sind seine Produkte (z.B. der Pechbalsam) und nähere Informationen und Auskünfte erhältlich: http://naturpark-hohewand.at/

(Foto: Naturpark Hohe Wand; Robert Rendl, Amina Kristen, Selma Karnitsch)

Die Tischlerei Alfred Brandtner fertigt jetzt auch Bodenvasen in Keaföhre. Infos unter:

Tischlerei Alfred Brandtner
Hainfelderstrasse 46
A-2572 Kaumberg

Tel.: +43 (0) 2765 8010
Fax.: +43 (0) 8109554143498

Internet: http://www.joiner.at

0605 Schaupechen Markt PiestingEtliche Zuseher verfolgten die spannende Darbierung des Schaupechens beim Markt Piestinger Marktfest am Pfingstmontag. Mithilfe der jüngsten freiwilligen Herferinnen und Helfer erklärte Pechermeister Bernhard Kaiser die einzelnen Arbeitsschritte des 2011 in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommenen Handwerks der "Pecherei". Bernhard Kaiser arbeitet  noch mit den ursprünglichen Werkzeuge und  nach überliefertem Wissen der damaligen Berufspecher und gibt sein umfangreiches Wissen gerne an die junge Generation weiter. Die Begeisterung, die er dabei bei den Kindern entfachen kann, ist für ihn die schönste Motivation.

 

Am 22. Jänner wurde das erste Pecherplatz'l im Prießnitztal in Mödling eröffnet. Das Mödlinger Pecherplatzt'l soll fortan mit Infotafeln an die alte, noch bis in die 1960er Jahre gepflegte Tradition der Pech-Gewinnung aus Föhren erinnern.

Bei Klick auf diesen Link kann ein 3-minüter Beitrag der Stadtgemeinde Mödling über die Eröffnung angesehen werden, in dem auch ein Keaföhrene-Mitglied interviewed wurde.

Foto: Screenshot von moedling.at

Große Ehre für den Pecherpfad Hölles und seiner Pecherpfad-Initiatorengruppe des örtlichen Verschönerungsvereins: Anlässlich des 2. NÖ. Museumsfrühlings am 20. und 21. Mai 2017 kam die designierte Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner. Beim Rundgang zeigte sie sich begeistert von der Vielzahl der Aktivitäten in den vergangenen 21 Jahren, gratulierte und bedankte sich für das „große Engagement und den Kulturerhalt“ mit einem Eintrag ins „Goldene Ehrenbuch der Pecherei“ und versprach künftig bei Bedarf Unterstützung für das Unesco-Kulturerbeprojekt. Als kleines Dankeschön für ihren Besuch wurde ihr ein stilvolles Föhrenpechkistchen mit Glas-Pechhäferl sowie einer Projekt-Dokumentation und Naturprodukten überreicht.

Neben zwei Pecher-Schauvorführungen, zu denen fast 100 Besucher aus kamen, gab es zum 1. Museumstag die vom Pecherpfad Hölles nach über 100 Jahren gemeinsam mit der Fa. Schroll in Sollenau produzierte Pechseife, ätherisches Föhrennadelöl und den begehrten Pechbalsam. Auch einer der letzten noch lebenden Harzarbeiter von der Fa. Furtenbach aus Wr. Neustadt kam zur sonntägigen Vorführung.  

Dabei wurde auch erstmals der Öffentlichkeit die neue Pechhäferl-Sammlung präsentiert: Pechhäferl von insgesamt 60 ehemaligen Pecherfamilien aus Matzendorf-Hölles, alle mit gut lesbaren alten Hausnummern bzw. Familien-Anfangsbuchstaben wurden dazu in mühevoller Arbeit in den ehemaligen Pechwäldern im Winter gesammelt und gereinigt. „Wir hoffen, dass wir die wenigen fehlenden auch noch finden können, damit wir von unseren ehemaligen Pechern der Nachwelt ein würdevolles Andenken erhalten können“, sagte Projekteiter Ernst Schagl bei der Vorstellung der Sammlung.

In der TVthek kann man noch einige Tage die Sendung "Zurück zur Natur" vom 24. Jänner ansehen, in dem auch über Johannes Kühmayer's Kienspäne berichtet wird.

Bei Klick auf diesen Link kann die Sendung in der TVthek nachgesehen werden. Der Beitrag beginnt etwa bei Minute 06:00 und dauert ca. bis Minute 10.30.

Foto: Screenshot von tvthek.orf.at

Seit 27. April ist das Markt Piestinger Waldbad um eine Attraktion reicher: dort kann ab sofort der 1. Schaupechbaum bewundert werden, den Pechermeister Bernhard Kaiser gemeinsam mit Schülern der VS Markt Piesting bei strömendem Regen und winterlich anmutenden Temperaturen errichtet haben (Foto links: Hans-Peter Mimra, Bernhard Kaiser und SchülerInnen).

Eine Woche später wurden im Zuge des LEADER-geförderten Projektes auch in der Markgemeinde Pernitz die Schaupechbäume auf dem Fuchsriegel gemeinsam mit der 4. Klasse der VS Pernitz angepecht. Seit 3 Jahren bearbeitet Bernhard Kaiser hier fünf Pechbäume und bringt damit den Kindern von der VS und dem Kindergarten das alte Handwerk näher. (Foto unten: Bgm. Hubert Postiasi, Bernhard Kaiser, Amina Kristen und die SchülerInnen der 4b)

Die Schaupechbäume, vorwiegend aufgestellt auf frequentierten und zum Thema passenden Plätzen in - aber auch außerhalb - der Projektregion Triesting- und Piestingtal, sollen die Öffentlichkeit auf das Thema "Pecherei" aufmerksam machen und Interesse für das Projekt rund um die Schwarzföhre wecken.

Zu Beginn des Jubiläumsjahres anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Pecherprojektes Hölles wurde am Pecherpfad der 1. Pecherkalender präsentiert. Er zeigt einen Querschnitt durch das weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannten UNESCO-Kulturerbeprojektes, wo seit zwei Jahrzehnten in mehreren hunderten, kostenlosen Erlebnis-Schauvorführungen für Gruppen das alte Pecherhandwerk wie anno dazumal den Gästen gezeigt wird. Der Kalender ist in limitierter Auflage erschienen und kann zum Selbstkostenpreis von € 10,- (zuzügl. Versandkosten) bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.

Foto: Pecherpfad Hölles

ACHTUNG: Wetterbedingt wird der Kurs auf 29.4. von 9-17 Uhr verschoben!

Am 21. und 22. April bietet Bernhard Kaiser, einer der wenigen noch aktiven Pecher, wieder einen Pecherkurs an. Dabei verwendet Bernhard Kaiser noch die ursprünglichen Werkzeuge und arbeitet nach überliefertem Wissen. Die Begeisterung, die er bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entfachen kann, ist für ihn die schönste Motivation. Diesmal steht neben den Basisarbeiten des Pechens auch die Fertigung einer eigenen Pecherleiter auf dem Programm.

Mehr zum Pecher Bernhard Kaiser

Der nächste Winter kommt zwar spät - aber mit Sicherheit!

Ab sofort wieder erhältlich: Der beste Unterzünder für Ihren Holzofen im praktischen Papiersackerl zum einfachen Nachhausetragen! Keaföhrenbockal - gesammelt und abgepackt von den Kiddies des Morgenstern. Ihr Beitrag für Natur und Soziales! Erhältlich in der Kunst&Kreativ Werkstatt in Piesting, Gutensteinerstr 29

Mit Unterstützung von Land und Europäischer Union
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Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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Pecher Produkte

Produzent: Waldbaumernmuseum Gutenstein

1 DVD

 

Markt 35, 2770, Gutenstein, Austria

Tel: 02634 7313
Mobil: 0676 737 04 54
Website: www.waldbauernmuseum.at
E-Mail: pawelak-ast@aon.at

Zum Produkt

Wissenwertes

Vorkommen

Die Schwarzföhre wächst in den Mittelmeerländern Südeuropas, Kleinasiens und des westlichen Nordafrikas und kommt auch in Teilen Österreichs vor.

Unterscheidung

Man kann die Art anhand der schwarz gefärbten, verdeckten Teile der Zapfenschuppen leicht von anderen südeuropäischen Kiefernarten unterscheiden.

Verwendung

Wegen ihres hohen Harzgehaltes spielte sie eine wichtige Rolle in der Pecherei. Das Holz wird vielfach genutzt und, da es nicht knarrt, unter anderem zu Bühnenböden verarbeitet.